Fahrt ins Blaue 2019

Noch recht früh am 6. Oktober trafen sich 12 Unerschrockene in Salvenach und machten sich auf den Weg Richtung Emmental. Doch halt! Sollten wir nicht 13 sein? E.E. aus S. wurde schnell ausfindig gemacht und stiess kurz danach zu unserem Trupp.

Nach einer kurzweiligen Busfahrt erwartete uns Kathrin im Haflingerzentrum in Trachselwald. Als die vollen Blasen geleert, die Pferde begutachtet und das Programm bekannt war, durften wir auf dem Planwagen Platz nehmen und uns durchs Emmental kutschieren lassen. Nebst Kaffee und Gipfeli (het niemer gseit, dass me de Schnaps säuber muess mitnäh??) sorgten auch die fachkundigen Bemerkungen und Kommentare der älteren Mitglieder der Alten Garde für eine gute Stimmung. Bachläufe wurden diskutiert, Gartenanlagen begutachtet, imposante Dächer bestaunt und von der Grösse des Schulhauses auf den fruchtbaren Boden in dieser Region geschlossen. “Hani ja gseit!” und “Das söttme zwar ja nid säge, aber es isch glich äso…” hörte man allenthalben.

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Die Fahrt verging wie im Fluge, unser 2-PS-Motor machte einen Boxenstopp und wir genehmigten uns zum Apéro ein Glas Aus-der-Region-für-die-Region-Apfel-Schaumwein, bevor wir uns aufs Grill-Buffet mit noch grösserem Salatbuffet stürtzen. Diese Stärkung konnten wir alle gut gebrauchen, da es bald darauf ans Eingemachte ging: Die Emmental-Spiele!

Nach fachkundiger Einführung der Disziplinen wetteiferten die 13 Gladiatoren wie einst im Alten Rom: Es wurde durchs Blasrohr gespuckt, getestet, ob die Saugnäpfe der Armbrust auch auf den Schalungstafeln andocken, Hufeisen wurden um die Köpfe geworfen, Ping-Pong-Bälle mit dem Hammer zerschmettert, gekegelt, dass die Schienbeine brachen, versucht ob die doofe Kugel auf der Käsescheibe nicht doch ins doofe 70er-Loch fiel, Holzscheiben geschnipst und genagelt, was das Zeug hielt.

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Normalerweise siegt bekanntlich die Erfahrung, doch an diesem legendären Sonntagnachmittag standen die Planeten in einer ganz anderen Konstellation: Das Siegerpodest zählte zusammen nur “unwesentliche” Lenze mehr als der älteste Teilnehmer alleine…! Oder ämu fasch.

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Die Doppelmeringue (oder für einige die halbe Portion) mit Rahm rundeten unser Auswärtsspiel im Nachbarkanton ab und wir machten uns um einige Erfahrungen reicher auf unseren Heimweg.

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